Bachelorarbeit zu Online-Marketing in China von Nathalie Byron

Internetzensur und Online-Marketing schließen sich nicht aus: Das hat die Berliner Absolventin (Kommunikations- und Medienmanagement) Nathalie Byron im Rahmen ihrer Bachelorarbeit belegt. Zur Social-Media-Nutzung von Unternehmen in China hat die 22-Jährige viele wichtige Informationen zusammengetragen.

Obwohl Facebook und Twitter in China verboten sind, sind die Chinesen extrem Social-Media-affin. „Sie erkundigen sich gezielt über ein bestimmtes Produkt oder lesen sich Empfehlungen durch. Durch die staatliche Internetzensur halten vor allem junge Chinesen die klassischen Medien für nicht vertrauenswürdig. Auf sozialen Netzwerken haben sie dagegen ein Gefühl von Meinungsfreiheit und trauen den Aussagen und Empfehlungen von Unternehmen und Produkten deutlich mehr“, erklärt Nathalie Byron.

Drei Monate lang hat sich die EMBA-Absolventin intensiv mit Online-Marketing in China befasst. Statt Twitter gibt es in China Sina Weibo, Facebook wird durch RenRen und QZone ersetzt. Unternehmen, die Konsumenten in China erreichen möchten, müssen sich den kulturellen Unterschieden bewusst sein und diese chinesischen sozialen Netzwerke in ihren Maßnahmen zwingend berücksichtigen.

Die größte Hürde für eine Online-Marketing-Strategie stellt dabei gar nicht die Zensur dar, sondern vielmehr das Werbegesetz. „Das chinesische Werbegesetz gilt als das strengste der Welt“, sagt Nathalie Byron. Werbung in China stellt eine Mitteilung an den Verbraucher dar und darf die Kaufentscheidung durch Trugbilder oder grobe Unwahrheiten nicht beeinflussen.

Von den Internetzensur seien dagegen die wenigsten Werbetreibenden betroffen. „Solange man keine staatskritischen Themen in seine Werbemaßnahmen einbaut, wird man von den Zensoren in Ruhe gelassen“, weiß die EMBA-Absolventin. Ihr Fazit: Online-Marketing ist in China durchaus möglich, wenn Unternehmen diese wichtigen Punkte im Vorfeld beachten.

Während ihrer offiziellen Bearbeitungsphase hat Nathalie Byron sich streng an ihren selbst erstellten Zeitplan gehalten. „Ich habe konsequent fast jeden Tag einige Stunden an meiner Arbeit gesessen und habe es so geschafft, nicht unter Zeitdruck zu geraten. Ich kann daher jedem nur empfehlen, die gesamten drei Monate Bearbeitungszeit zu nutzen“, sagt Nathalie Byron.

Ihre anfänglichen Bedenken, nicht genügend vertrauenswürdige Quellen für ihre Fragestellungen zu finden, waren unbegründet. „Ich habe jede Menge interessante Quellen gefunden und habe mir für die Recherche bewusst einen ganzen Monat Zeit genommen.“ Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Bachelor-Studiums möchte Nathalie Byron jetzt erst einmal Berufserfahrung sammeln und eventuell später noch einen Master-Abschluss machen.

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