Ben Panther hält Gastvortrag zur Eventpsychologie an der EMBA-Düsseldorf

Wie schaffe ich es, ein Event noch intensiver zu machen? Wie erreiche ich, dass die Erfahrungen den Teilnehmern im Gedächtnis bleiben und für ein einzigartiges Erlebnis sorgen? Antworten auf diese Fragen gab Ben Panther im Rahmen seines Gastvortrags an der EMBA-Düsseldorf. Student Christian Michel hat seine Eindrücke zusammengefasst.

Der selbstständige Eventmanager zeigte, wie die Funktionsweise des Gehirns und der menschlichen Sinne genutzt werden kann, um Events in ihrer Wirkung zu intensivieren. Eine zentrale Rolle komme dabei dem Wecken von Emotionen wie beispielsweise Freude oder sogar Ekstase bei den Teilnehmern zu. Diese Emotionen können dabei durch Inszenierung bewusst hervorgerufen und gesteuert werden.

Durch den Einsatz von Licht, Gerüchen und Musik können verschiedene Sinne wie das Sehen, Riechen und Hören angesprochen und die Wahrnehmung der Teilnehmer damit gezielt beeinflusst werden. Durch diese multisensorische Wahrnehmung des Events bleibt das Erlebte selbst dann besser im Gedächtnis und intensiviert die gemachten Erfahrungen.

Das Wecken von Emotionen durch den bewussten Einsatz von Sinnesreizen ist dabei aber laut Ben Panther nicht ganz unproblematisch. So müsse im Vorfeld genau durchdacht werden, welche Sinneseindrücke letztlich zu welchen Emotionen führen. Der Gastredner warnte davor, die falschen Emotionen bei den Teilnehmern zu wecken: „Angst bleibt grundsätzlich im Kopf, das ist evolutionär bedingt.“ So könne ein einziger falsch gesetzter Reiz letztlich dazu führen, dass von einem gesamten Event in der Erinnerung einzelner Teilnehmer nur negative Emotionen übrig blieben.

Ein Teambuilding im Hochseilgarten könne zwar bei 90 Prozent der Teilnehmer gut ankommen, bei den übrigen zehn Prozent, die eventuell Höhenangst haben, aber als rein negative Erinnerung haften bleiben. Es sei daher wichtig zu bedenken, dass ein und derselbe Reiz bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Emotionen auslösen könne. Im Mittelpunkt eines jeden Events müsse daher letztlich nicht der Kunde oder Auftraggeber stehen, sondern immer der Gast.

Am Ende seines Vortrags gab Ben Panther einen Einblick in seine „Event-Insights“. Bei diesen handelt es sich um Effekte, die jedes Event sofort verbessern können. So führt beispielsweise der „Keeper-Effekt“ dazu, dass Gegenstände für den Empfänger eine höhere emotionale Bedeutung erhalten. Entscheidend ist, dass der Gegenstand bei seiner Übergabe etwas zu lange festgehalten wird, sodass der Gegenüber leicht daran ziehen muss. Zum Einsatz kann dieses Vorgehen etwa bei der Übergabe von Flyern oder Visitenkarten kommen, die dann nicht sofort im nächsten Mülleimer landen.

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