Neue Chancen für die Hotellerie: Bachelorarbeit zeigt Perspektiven auf

Die Hotellerie leidet seit Jahren unter dem Mangel an Bewerbern für ihre Ausbildungsplätze. Der Berliner EMBA-Absolvent Moritz Dahringer (Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement) hat in seiner Bachelorarbeit jetzt untersucht, inwiefern diesem Mangel an Auszubildenden durch den Einsatz von Flüchtlingen entgegengewirkt werden könnte.

„Der Auszubildendenmangel in der Hotellerie und die mögliche Lösung durch Flüchtlinge“ lautet der offizielle Titel von Moritz Dahringers Abschlussarbeit. Da er sein Pflichtpraktikum im fünften Semester im Grand Hyatt Berlin absolviert hat, ist er auf den Auszubildendenmangel aufmerksam geworden und so zu dem Thema für seine Bachelorarbeit gekommen.

„Seit 2007 verzeichnet die Hotellerie kontinuierlich sinkende Auszubildendenzahlen. Der Ausbildungsberuf ist durch die geringe Vergütung, Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, das schlechte Image der Branche und die geringen Aufstiegsmöglichkeiten immer unattraktiver geworden“, erklärt Moritz Dahringer.

Insgesamt hat er im Rahmen seiner Abschlussarbeit 144 Hotels zu dem möglichen Einsatz von Flüchtlingen in der Hotellerie befragt und letztendlich 44 von Personalverantwortlichen vollständig ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. „Es war eine große Herausforderung, die hohe Anzahl an Antworten auszuwerten, aber der Aufwand hat sich definitiv gelohnt“, meint der EMBA-Absolvent.

In seiner Arbeit zeigt er, dass die Hotelbranche dem Einsatz von Flüchtlingen durchaus positiv gegenübersteht und die Einbindung als Chance für beide Seiten sieht. „Umso mehr überrascht hat mich die Auswertung der Fragebögen, denn die Mehrheit der Hotels sieht die Ausbildung von Flüchtlingen als Möglichkeit, aber dennoch bilden bislang nur sehr wenige Hotels wirklich Flüchtlinge aus“, sagt Moritz Dahringer.

Obwohl die Hotelbranche um ihr schlechtes Image als Arbeitgeber weiß, investierten die meisten Hotels kaum bis wenig, um diesem entgegenzuwirken. Ein weiteres Problem besteht laut Moritz Dahringer darin, dass in der Hotellerie die deutsche Sprache eine Hauptqualifikationsvoraussetzung darstellt. Hier müssten für den erfolgreichen Einsatz von Flüchtlingen in der Hotellerie Politik und Wirtschaft zukünftig enger zusammenarbeiten, um dem Mangel an Auszubildenden entgegenzuwirken.

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