Star-Designer Michael Michalsky im exklusiven EMBA-Interview

Michael Michalsky zählt zu den einflussreichsten Designern Deutschlands. Als Label-Chef weiß er ganz genau, dass in der Mode-Branche aktuell vor allem Nachwuchskräfte mit Management-Ausbildung gefragt sind. Und die werden an der EMBA in der Studienrichtung Mode-, Trend- und Markenmanagement ausgebildet. Im exklusiven EMBA-Interview spricht Michael Michalsky über die Arbeit in der Branche sowie Anforderungen an Bewerber und gibt interessierten Jugendlichen Tipps für den richtigen Job-Einstieg.

Sie selbst haben bereits im Alter von 12 Jahren den Entschluss gefasst, Modedesigner zu werden. Was fasziniert Ihrer Meinung nach junge Menschen bis heute so sehr an der Mode-Branche?
Michael Michalsky: In der Mode geht es um Schönheit, Kreativität, Coolness, Sex und Style. Mode ist positiv. Wie ein Mensch sich kleidet, zeigt seinen Lifestyle, seine Einstellung zum Leben und sein Selbstverständnis. Junge Menschen probieren gern aus und sind auf der Suche nach ihrer Position im Leben. Sie denken darüber nach, wo sie hinwollen. Das drücken sie über ihren Style aus. Und dafür ist Mode perfekt.

Ist die Arbeit im Mode-Umfeld denn tatsächlich so glamourös, wie es nach außen oft behauptet wird?
Das glamouröse Bild der Mode-Branche zeigt ein Endergebnis, die Produkte, wenn sie fertig sind. Fashion-Shows, Catwalk-Auftritte und Streetstyle-Blogs präsentieren immer das Endprodukt. Aber bis es soweit ist, arbeiten viele Menschen sehr hart und konzentriert und oft unter Zeitdruck. Die Arbeit in der Branche ist anspruchsvoll. Der Glamour ist die Belohnung.

Welche Anforderungsprofile sind im Mode-Bereich aktuell besonders gefragt?
Designer, Produktmanager und Bekleidungstechniker sind die wichtigsten Positionen. Alle diese Menschen vereint die Liebe zum Produkt. Der Designer braucht Kreativität, der Produktmanager das Verständnis für vernetzte Prozesse, ein Bekleidungstechniker sehr viel Kenntnis über Materialien. Sie alle sollten neugierig und aufgeschlossen für Neues sein. Die Mode ändert sich ständig.

Sie als Designer tragen einen sehr großen Anteil am Erfolg einer Marke. Immer wichtiger wird jedoch auch der professionelle Aufbau einer Marke. Sind Ihrer Meinung nach Studienangebote wie die EMBA-Studienrichtung Mode-, Trend- und Markenmanagement mit einem Management-Schwerpunkt sinnvoll?
Unbedingt. Auch wenn der Designer als kreativer Kopf eines Labels im Mittelpunkt steht, kann er seine Kollektionen niemals allein entwickeln und zum Erfolg führen. Ein erfolgreiches Label braucht die Mitarbeit von vielen Menschen, die in ihren Spezialgebieten Experten sind. Kenntnisse über Markenführung, Produktentwicklung und Strategie sind in jedem Modeunternehmen unerlässlich.

Warum braucht die Modewelt nicht nur gut ausgebildete Kreative, sondern vor allem auch Mode-Nachwuchskräfte mit fundierter Management-Ausbildung?
Eine Fashionfirma funktioniert nicht anders als Unternehmen auch. Je größer und erfolgreicher die Firma, umso spezialisierter und vielfältiger sind die Arbeitsanforderungen. Deshalb braucht diese Firma natürlich Mitarbeiter, die die verschiedenen Arbeiten auch professionell erfüllen können. Die Kreativität ist nur ein Teilbereich.

Welchen Tipp würden Sie einem jungen Menschen mit auf den Weg geben, der gerade erfolgreich sein Abitur absolviert hat und dessen großer Traum es ist, einmal in der Mode-Branche zu arbeiten?
Es kommt natürlich darauf an, wo seine Interessen liegen. Mode-Unternehmen bieten ganz viele unterschiedliche Jobs. Auch bei uns gibt es Controller und Buchhalter, die wichtige Aufgaben erledigen. Wer noch nicht weiß, welche Tätigkeiten ihn am meisten interessieren, dem würde ich zwei oder drei Praktika in Modefirmen empfehlen, um diese Welt besser kennen zu lernen. Man muss nicht selbst Designer sein, um in der Mode zu arbeiten. Aber man sollte modebegeistert sein.

Foto: MICHALSKY

Wähle hier einen EMBA-Standort aus, für den du eine Beratung möchtest.

  • Berlin
  • Düsseldorf
  • Hamburg