Drei Tourismus-Fragen an unsere Dozentin Christiane Hensel-Gatos

Drei Fragen an Christiane Hensel-Gatos: Die EMBA-Dozentin und Tourismus-Fachfrau aus Hamburg verrät im heutigen Newsletter, welche Tourismus-Trends es aktuell gibt und wie EMBA-Studenten in der beliebten Branche durchstarten können.

Welche Trends bestimmen aktuell die Tourismus-Branche?<br/> Christiane Hensel-Gatos: Die Reisedauer hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, sie wird immer kürzer. Statt einer Haupturlaubsreise von fünf und mehr Tagen reist der deutsche Urlauber heute mehrmals im Jahr. Strand und Meer sind weiterhin top, aber daneben gibt es ergänzende Urlaubsformen wie City Tours und Wellness. Neu und auffallend stark sind die Bereiche Festivals und Kreuzfahrt. Auch die Buchung von Ferienhäusern nimmt zu. Die Reiseausgaben steigen allgemein an und wir können einen Trend zum Luxus erkennen. Außerdem ist die „Sharing Economy“ auch im Tourismus stark im Kommen. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Nutzung der Plattform Airbnb, dem Carsharing oder bis hin zum Private Jet Sharing.

Warum ist der Tourismus für Sie ein spannendes Arbeitsfeld? <br/> Ich selbst wollte schon mit 14 Jahren Reiseleiterin werden und touristisch arbeiten. Mir gefällt, dass ich viele Menschen und Kulturen kennenlernen darf und vor Ort arbeiten kann. Die Tourismus-Branche ist sehr vielfältig. Darüber hinaus bietet der Tourismus seinen Kunden tolle Produkte, die das Leben angenehmer machen. Wer in vielen Ländern arbeitet, für den wird die Welt klein, denn er ist überall ein bisschen zu Hause. Das spiegelt sich auch in meinem Werdegang wider. Ich habe schon im Reisebüro, für Reiseveranstalter in der Hotellerie und in der Luftfahrtbranche gearbeitet.

Viele EMBA-Absolventen wollen im Tourismus durchstarten. Welche Tipps können Sie ihnen für den Jobeinstieg geben?<br/> Grundsätzlich würde ich sagen, dass man Neugier und Empathie mitbringen sollte, um im Tourismus Fuß zu fassen. EMBA-Studenten rate ich, sich schon bei der Wahl ihres Praktikumsplatzes Gedanken zu machen. Welcher Bereich interessiert mich am meisten und wo möchte ich später arbeiten? Über das Pflichtpraktikum im fünften Semester kann man sein Netzwerk erweitern und vielleicht auch ein spannendes Thema sowie einen Zweitprüfer für die Bachelorarbeit finden. Nach dem Bachelor-Abschuss empfehle ich ein Traineeship in einem großen Konzern – vielleicht bei einer Airline oder bei einem Reiseveranstalter. Wer unbedingt einen touristischen Master-Abschluss machen möchte, sollte auf jeden Fall nach dem Bachelor mindestens zwei Jahre Praxisluft schnuppern.

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