EMBA-Erstsemester zu Besuch in der Spiegel Online Redaktion

Journalismus live erleben: Die Hamburger Erstsemester (Kommunikations- und Medienmanagement) haben jetzt die Redaktion von Spiegel Online besucht und den Journalisten über die Schulter geschaut. EMBA-Student Nico Heuer hat seine Eindrücke in einem Bericht zusammengefasst:

Praxisnähe wird an der EMBA groß geschrieben. Viele Studenten entscheiden sich gerade wegen der semesterweisen Praxisprojekte und der Dozenten aus der Wirtschaft für ein Studium an der EMBA. Dass Praxisnähe auch anders vermittelt werden kann, erlebten jetzt 20 Studenten aus Hamburg. Die angehenden Kommunikations- und Medienmanager waren gemeinsam mit Dozentin Stephanie Zietz zu Gast in der Spiegel Online Redaktion.

Zusammen mit dem freien Journalisten und EMBA-Dozenten Marcus Krämer erkundete die Gruppe das 13. Stockwerk des Spiegel Verlages, mitten im Herzen der Hamburger Speicherstadt. Der Redakteur präsentierte der Gruppe die gesamte Onlineabteilung des Spiegels.

Es fiel auf, dass man bei der Einrichtung auf kurze Wege setzt: Alle arbeiten in einem Büro, unterteilt in Abteilungen wie Politik, Wirtschaft, Sport oder Panorama. „Es geht dabei um Handlungsschnelligkeit“, erklärte Krämer später. „Spiegel Online ist ein tagesaktuelles Medium. Es muss möglich sein, Meldungen oder Ressourcen in wenigen Stunden zur Verfügung zu stellen“, erläuterte der Journalist.

An die kurze Führung schloss sich für die Studierenden eine Gesprächsrunde an. In einem Konferenzraum traf man sich, um den Alltag eines Journalisten zu diskutieren. Krämer stellte vor, die Studis lauschten. Man merkte ihm an, dass guter Journalismus harte Arbeit erfordert und sich die Aufgaben ständig verändern.

Wie hart die Arbeit sein kann, erfahren die Zuhörer am Beispiel Paris: Zum Zeitpunkt der ersten Attentate am Abend des 13. November 2015, ist die Redaktion personell dünn besetzt. Niemand rechnete mit solch einem Unglück. Als bis 22 Uhr das Ausmaß der Anschläge klar wird, herrscht bereits Hochbetrieb: Abteilungen werden abgezogen, Reporter vor Ort eingesetzt. Ein Chef vom Dienst (CvD) prüft sämtliche Artikel zu den Anschlägen. Kollegen arbeiten 16 Stunden und länger. Doch so ist das Geschäft, das wird nun auch dem letzten in der Runde klar.

Um einen praktischen Abschluss zu schaffen waren die Erstsemester nun selbst gefordert. Teaser gehören zu den schwersten Teilen eines Artikels, denn in nur wenigen Sätzen muss ein Spannungsbogen aufgebaut werden, der zum Weiterlesen animiert. Und so wurden die Erstsemester-Studenten ins kalte Wasser geworfen und sollten aus einer realen Meldung einen Teaser konstruieren; Auswertung mit eingeschlossen.

Schließlich bleibt noch zwei Mal „Danke“ zu sagen: Zum ein großes Dankeschön an Marcus Krämer für die Führung und die aufgewendete Zeit. Zum anderen Danke auch an Stephanie Zietz für die Organisation dieser Exkursion.

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