Kanada-Kolumne: Whale Watching in St. Andrews

Seit August absolvieren 28 Studenten der EMBA ein Auslandssemester in Kanada. An der UNB in Fredericton sammeln sie nicht nur wichtige Credits für den Bachelor-Abschluss, sondern genießen auch den kanadischen Herbst. In der neuen Kolumne berichten die Studentinnen Lina Grüneberg und Stephanie Mayer von ihrem Ausflug zum Whale Watching in St. Andrews.

„28 vom Vorabend erschöpfte Studenten stiegen pünktlich morgens um 10 Uhr in den typisch amerikanischen gelben Schulbus. Die eigentlich entspannt gedachte zweistündige Fahrt wurde schnell zu einer kleinen Achterbahnfahrt. Da es keinen Highway nach St. Andrews gibt, führte uns die Fahrt über die verregneten Landstraßen von New Brunswick. Zahlreiche Schlaglöcher, die uns wortwörtlich aus den Sesseln gehoben haben, machten ein entspanntes Nickerchen unmöglich.

Nachdem wir in St. Andrews angekommen waren, ging es erst einmal zur Stärkung in ein kleines Diner im Ort. Mit Frühstück zur Mittagszeit oder auch nur einem warmen Kakao wurde die Stunde, bis unser Schiff zum Whale Watching ablegte, schnell überbrückt. Glücklicherweise regnete es entgegen der Wettervorhersage nicht und die 12 Grad konnten uns dank idealer Ausrüstung auch nichts anhaben.

Um 13.30 Uhr legte das motorisierte Segelschiff mit etwa 40 Personen an Bord ab, um vor der Küste New Brunswicks nach Walen Ausschau zu halten. Nach etwa 30 Minuten Fahrt an Deck der „Jolly Breeze of St. Andrews“ entdecken wir auf dem Weg durch die Passamaquoddy Bay einige Seerobben, die sich auf Felsen entspannten. Unser Kapitän steuerte das Schiff auf nur 100 Meter Entfernung an den Fels heran, so dass wir viele Fotos machen konnten.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrt mit teils sehr rauem Seegang erreichten wir dann den Ort, an dem die Wale vermutet wurden. Leider blieb es bei einer Vermutung, so dass wir eine weitere Stunde auf der Suche nach Walen auf dem Meer verbrachten. Zwischendurch wurde immer wieder eine vermeintliche Walflosse gesichtet, die sich dann jedoch sehr schnell als Delfin entpuppte.

Als die Crew dann die Gemüsesuppe reichte wurden die potentiellen Wale wohl von dem Geruch angelockt, denn wir sahen ein oder zwei Mal Rückenflossen aus dem Wasser blitzen. Allerdings steht die Vermutung im Raum, dass die vermeintliche Walflosse nur die einiger großer Delfine war. Nachdem die Crew dann die gegebene Wal-Sichtungs-Garantie ihrer Meinung nach erfüllt hatte, fuhren wir durch amerikanisches Hoheitsgebiet zurück nach St. Andrews in den Hafen, so dass wir nach fünf Stunden auf dem Wasser ziemlich durchgefroren in unseren gelben Schulbus stiegen und die holprige Heimreise antraten.“

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