Leichter zu bekommen als man denkt: Studieren mit Stipendium!

Ein Stipendium zu bekommen ist nicht nur etwas für „Überflieger“ und 1er-Abiturienten: Häufig ist es leichter zu bekommen, als allgemein angenommen wird. Denn bei der Auswahl geht es inzwischen nicht mehr nur um Geld und gute Noten, sondern auch um Profil, soziales oder gesellschaftliches Engagement und gewählten Studiengang.

In Deutschland gibt es inzwischen fast 17.400 staatliche und private Stiftungen. Gut 2.200 von ihnen fördern regelmäßig interessierte Studierende. Allerdings: Wer sich ernsthaft für ein Stipendium interessiert, muss sich nicht nur rechtzeitig darum kümmern, sondern auch genug Zeit für Recherche und Bewerbungen investieren, um die Stiftung zu finden, die zu ihm passt und zu der er passt.<br/>Am bekanntesten sind natürlich die großen Stiftungen, wie die Studienstiftung des Deutschen Volkes, Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung oder Heinrich-Böll-Stiftung oder die großen Industrie-Stiftungen. Die

Mehrheit der Stiftungen, die Studenten unterstützen und ein Studium fördern, sind jedoch eher kleinere Organisationen. Mehr als 80% von ihnen fördern z.B. nur Studierende aus bestimmten Orten, Regionen und Bundesländern. Oder sie konzentrieren sich auf die Förderung bestimmter Studiengänge, Branchen oder Wirtschaftszweige. Kleinere Stiftungen haben zudem den Vorteil, dass die Bewerberzahl häufig geringer und damit der Wettbewerb weniger hart ist, weil sie bei weniger Interessenten bekannt sind. Nicht wenige Organisationen haben deshalb sogar echte Schwierigkeiten, genügend Stipendiaten zu finden. Eine genaue Suche lohnt sich also.

Um für sich die richtige Stiftung zu finden, reicht es also nicht aus, einfach bei Google das Suchwort „Stipendium“ einzugeben. Dann erhält man zwar eine Menge Namen und Hinweise, aber oft genug nicht die Richtigen: Gerade kleinere Stiftungen haben nämlich häufig gar keine eigene Internet-Seite. Mehr Erfolg bringt die gezielte Suche in gesonderten Stiftungsverzeichnissen und Datenbanken. Mit 6.000 Einträgen verfügt zum Beispiel der Bundesverband deutscher Stiftungen über das umfangreichste Stiftungsverzeichnis in Deutschland, einzusehen auf der Internet-Seite www.stiftungsindex.de. Ebenfalls empfehlenswert die Seite www.stiftungen.org. Noch gezielter lässt sich auf der web-page www.zeit.de/stipendienfuehrer suchen und finden. Hier gibt es sogar eine Suchmaske (marktplatz.zeit.de), die es ermöglicht, nach verschiedenen Kriterien und mit verschiedenen Suchworten aus der Fülle des Angebots zielgenau zu filtern und auszuwählen. Die Stiftungen werden dort darüber hinaus sogar mit ihrem kurzem Profil, Bewerbungsfristen und Höhe des Stipendiums detailliert vorgestellt.

Hat man die für sich in Frage kommenden Stiftungen herausgefunden, ist der nächste Schritt die richtige Bewerbung. Nicht immer sind dabei umfangreiche Unterlagen erforderlich. Auch hier sind kleinere Stiftungen oft unbürokratischer: Mitunter reichen ein intelligentes Anschreiben, aus dem vor allem die Motivation des Interessenten deutlich hervorgehen sollte, ein Lebenslauf und natürlich die Zeugnisse. Größere Stiftungen verlangen in der Regel mehr Papier, bieten aber häufig auf ihren Internetseiten auch fertige Vordrucke zum Herunterladen an, die dann nur noch ausgefüllt werden müssen. Hier schließt sich zumeist auch noch ein schriftliches Auswahlverfahren an, zu dem der Interessent eingeladen wird. Bei politischen Stiftungen erfolgt dies nicht selten als persönliches Gespräch, bei dem man zu aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen befragt wird. In jedem Fall wichtig, egal ob mündlich oder schriftlich und ob kleine oder große Organisation: Motiviert und überzeugend zu begründen, warum man gerade von dieser Stiftung gern ein Stipendium hätte.

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