Startup-Interview mit sleep.ink: Gründer Malte Gützlaff gibt Tipps zur Gründung

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Malte und ich habe von 2011 bis 2014  Kommunikations- und Medienmanagement/PR  an der EMBA in Berlin studiert. Bereits während des Schreibens meiner Bachelorarbeit zum Thema "Budgetorientiertes Marketing für Startups"  habe ich mich gemeinsam mit Freunden selbstständig gemacht. Nach mittlerweile zwei nicht ganz so erfolgreichen Projekten, versuche ich mich nun seit Sommer 2017 mit einem neuen Gründerteam am Schlafmarkt. Gemeinsam mit unseren Investoren haben wir sleep.ink, einen schlaffördernden Drink mit dem Schlafhormon Melatonin, auf den Markt gebracht. Das Produkt ist mittlerweile über Douglas, dm und weitere Handelspartner an über 2500 Verkaufsorten erhältlich und wir stecken inmitten der Entwicklung weiterer Produkte.

 

Wie kam es zu der Gründung von sleep.ink? 

Unabhängig voneinander arbeiten meine Partner und ich bereits seit einigen Jahren im Bereich funktioneller Lebensmittel. In dieser von Innovation geprägten Branche schaut man stets nach links und rechts und versucht neue Trends zu identifizieren.

Dabei ist uns bei gemeinsamen Projekten immer wieder das Thema Schlaf über den Weg gelaufen. Total spannend und vor allem hochaktuell, denn immer mehr Menschen haben aufgrund ihres Alltags Schlafprobleme. Hilfestellung bieten Schlaftracker oder Matratzen. Der Lebensmittelbereich hat abseits von einigen Placebo-Schlaftees allerdings nicht so viel zu bieten. Runtergebrochen könnte man diese Erkenntnis im Frühjahr 2017 als Grundstein unserer Idee betiteln.

 

Was waren die größten Schwierigkeiten und Hürden, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Mangels beruflicher Erfahrung ist zu Beginn alles neu. Man steht eigentlich jeden Tag vor einer Aufgabe, die man so noch nie vor sich liegen hatte und man versucht diese mit gesundem Menschenverstand  zu erfassen. Manche Dinge klappen auf Anhieb ganz wunderbar, manche weniger. Kopfschmerzen bereitet haben uns zu Beginn sicherlich die deutschen Regularien. Insbesondere im Nahrungsergänzungsmittelbereich gilt es unzählige Zertifikate und Genehmigungen einzuholen. 

 

Wusstest Du schon von Beginn an Deines Studiums, dass Du Dich gerne selbstständig machen möchtest?

Absolut nicht. Ich erinnere mich an den Besuch eines Startups auf unserem Campus bei dem uns die beiden Gründer von ihrer Idee und ihrem Alltag erzählten. Das hat mich total fasziniert, war mir jedoch auch komplett fremd. Dass ich mich wenige Jahre später selbst in der Situation wiederfinde, hätte ich wirklich nicht gedacht. 

 

Was konntest Du aus Deinem Studium an der EMBA für die Gründung eines Startups mitnehmen?

Auch wenn es wie aus der Werbebroschüre der EMBA klingen mag: Der Mix aus praxisorientiertem Studieren und Frontalunterricht hat mich in manchen Bereichen tatsächlich ganz gut vorbereitet. Einfach mal machen und nicht ausschließlich drüber reden ist eine Mentalität, die innerhalb der EMBA gelebt wird und in vielen Situationen einen enormen Vorteil mit sich bringt. Hilfreich ist sicherlich auch der Kontakt zu den Dozenten, da sie in renommierten Unternehmen arbeiten und ein großes Netzwerk haben. Das Thema Unternehmensgründung steht so nicht in den Semesterplänen. 

 

Welche wichtige Empfehlungen oder welche Tipps würdest Du Gründern und Jungunternehmern mit auf den Weg geben?

Einfach mal machen! Viele junge Menschen haben gute Ideen, die sie auch einfach mal umsetzen sollten. Ich kann mir vorstellen, dass man Respekt und auch Angst hat, sich selbstständig zu machen und sich Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen stellt. Auch wenn es nicht geklappt hat. So what! Dann stehst du eben wieder auf und versucht es nochmal. Oder du merkst, dass es dich doch eher in ein Angestelltenverhältnis zieht. Das Schlimmste wäre doch, sich in X Jahren darüber zu ärgern, dass man diese eine Idee nie umgesetzt bzw. es nicht einmal ernsthaft versucht hat sie umzusetzen.

 

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