Svetlana Proshina (DTO-Research) hält Gastvortrag an der EMBA

Was ist eigentlich typisch Russisch? Svetlana Proshina von DTO-Research hat den Erstsemester-Studenten der EMBA-Düsseldorf im Rahmen des Studien-Moduls Internationale Medien- und Kultursysteme überraschende Einblicke in ihre Heimat-Kultur gegeben. EMBA-Studentin Sarah Siepelmeyer hat ihre Eindrücke in einer Reportage zusammengefasst.

Es ist kurz nach der Mittagspause, als Svetlana Proshina den Raum betritt. Eine zierliche Frau, die Interessantes zu sagen hat, das sieht man ihr auf den ersten Blick an. Ihr eigentlicher Arbeitsplatz ist das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen DTO-Reasearch. Heute allerdings ist sie hier zu Gast an der EMBA-Düsseldorf, um uns einen Einblick in ihre russische Heimatkultur zu geben.

Nicht so wie wir es kennen, durch Berichte und Nachrichten, sondern als jemand, dessen Kindheit durch die zahlreichen russischen Märchen, Traditionen und Bräuche geprägt wurde. Sie lädt uns zu einem Brainstorming ein. „Wodka, deftiges Essen, Kälte und Härte“ – sind die Begriffe, die viele von uns mit dem osteuropäischen Land in Verbindung bringen. Vorurteile, die schnell ein falsches Licht auf diese, traditionsreiche und vor allem familienbezogene Kultur werfen.

Proshina erklärt, woher diese Vorurteile kommen und wie sie sich mit den Jahren erhärtet haben. Beim Zuhören wird zur Überraschung vieler klar, dass der russische Durchschnittsbürger weder jeden Tag Mengen an Wodka konsumiert, noch dass Bären frei auf der Straße herum laufen. Tatsächlich ist das Konsumgut Nummer eins nämlich nicht Wodka, sondern Tee.

Ein weiteres großes Thema ist die derzeitige politische Situation Russlands. Das Land ist unbeständig, besonders was die Wirtschaft angeht, das belastet zusätzlich zu internationaler Kritik auch die politische Situation. Doch trotz aller unübersehbarer Probleme wie beispielsweise der Wirtschaftssanktionen der westlichen Länder, sei das russische Volk in seinen Wurzeln verankert. Man lebe im Hier und Jetzt, die Sorgen zu verdrängen. Frei nach dem Motto: „Morgen ist auch noch ein Tag.“

Als letztes zeigt Svetlana Proshina uns ein Foto von einem modernen, offensichtlich neuen Stadtviertel in der Hauptstadt Moskau. Das Foto zeigt moderne Bauten, die noch nicht fertig zu sein scheinen und im Morgennebel nur aus Umrissen erkennbar werden. „Ein vielversprechendes Land, aber alles noch etwas im Nebel“, mit dieser Aussage schließt Svetlana Proshina die Truhe, aus der sie ihre Erzählungen der letzten Stunde schöpfte und überlässt uns, gleichermaßen nachdenklich und erstaunt, unseren Eindrücken.

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