Andrea Peters

Türöffner Branchen-Netzwerke: So profitieren EMBA-Studierende

Die Basis dafür bietet unsere Mitgliedschaft in den drei großen Branchen-Netzwerken der Kreativ-, Medien- und Digitalwirtschaft Hamburg@work, media:net berlinbrandenburg und Digitale Stadt Düsseldorf. Dort sind heute 1.200 Unternehmen verbunden – von Konzernen wie Axel Springer, SAP und Google bis zu Agenturen und Start-ups. Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende von media:net berlinbrandenburg, verrät, welche Angebote für Studierende interessant sind und warum der Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmen ihr ein wichtiges Anliegen ist.

media:net berlinbrandenburg zählt zu den größten und erfolgreichsten Netzwerken in Deutschland. Es bildet die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik am Standort Berlin-Brandenburg. Was zeichnet Ihr Netzwerk aus?
Andrea Peters: Wir sehen uns als Türöffner, Vernetzer, Interessenvertretung und Wissensvermittler – wobei das persönliche Netzwerken immer noch eines unserer Hauptanliegen ist. Bei unseren Veranstaltungen und durch unsere Initiativen sorgen wir für den branchenübergreifenden Austausch zwischen der Medien-, Digital- und Kreativszene. Außerdem kümmern wir uns um die Belange unserer Mitglieder am Standort, sehen uns als Sprachrohr für ihre Interessen gegenüber der Politik und tragen Anliegen an die richtigen Stellen. Wir dienen auch als Plattform der Sichtbarkeit und der Präsenz der Unternehmen und wollen durch Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups, Forschungsinstituten und Hochschulen neue Impulse in die Branche geben. Dabei versuchen wir flexibel zu bleiben, die Dynamik mit anzutreiben und neue Formate und Gesprächsrunden zu initiieren.

Sie haben sich u.a. den Austausch von Wissenschaft und Unternehmen auf die Fahne geschrieben. Warum ist das Thema Ihrer Meinung nach für beide Seiten spannend?
An den Hochschulen stecken die Talente, aber auch die Möglichkeiten und Ressourcen, sich auszuprobieren und ohne wirtschaftlichen Druck zu forschen. Was dort entsteht, kann für unsere Mitgliedsunternehmen neue Erkenntnisse, neue Arbeitstools oder anderen wertvollen Input geben. Auf der anderen Seite bringen wir sie mit den Unternehmen in den Dialog, weil die Bedarfe der Praxis oft andere sind. Die Hochschulen bilden aus, die Unternehmen stellen ein. Welche Ausbildungsgänge braucht es für die Zukunft? Was erwarten die Unternehmen von den Absolventen, welche Qualifikationen und Schwerpunkte sind wichtig? Wie vermittelt man den Nachwuchs? Wir bringen beide im direkten Dialog an einen Tisch und diskutieren mit ihnen solche Themen wie War of Talents, E-Learning, Konzeption von Ausbildungsgängen. Letztendlich soll der ausgebildete Nachwuchs auch in der Region bleiben und das erlernte Know-how einsetzen können. 

Welche Angebote können EMBA-Studierende im media:net berlinbrandenburg nutzen? Die Studierenden sind herzlich eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen: ob Events für die Gamesbranche, Panels zu neuen Technologien und Storytelling in der Filmbranche oder Konferenzen – die Bandbreite ist groß. Besonders interessant sind für sie sicher unsere Recruiting-Events wie die Industry Days für die Film-, die Games- und die Agenturbranche, die im November stattfinden. Dort stellen sich Unternehmen dem Nachwuchs vor und man kann sich direkt für offene Stellen und Praktika bewerben. Wir betreiben außerdem eine Jobbörse, einen Jobnewsletter und einen Branchennewsletter. 

Wie schafft man es als Student, sich ein eigenes, funktionierendes Netzwerk aufzubauen? Haben Sie einen Tipp für den Start?
Ich denke, das geht erstmal über den direkten persönlichen Kontakt. Häufig kann man an erste Berufskontakte über Praktika und freie Mitarbeiten anknüpfen. Außerdem gibt es gerade in Berlin viele spannende, auf unterschiedliche Branchen ausgerichtete Konferenzen, Messen und Events, wo man immer interessante Leute trifft. Selbst kurze Gespräche können am Ende weiterhelfen. Man unterhält sich, ruft sich in Erinnerung oder bezieht sich auf jemanden. Seid gezielt dort unterwegs, wo ihr später gern hinmöchtet und geht direkt auf Leute zu! 

In Ihrer großen Online-Jobbörse gibt es zahlreiche Angebote vom Werkstudenten bis hin zum Professional. Ist dies Ihrer Meinung nach auch eine gute Anlaufstelle für Studierende?
Absolut. Man hat ja als Studienabgänger meist nur die grobe Richtung vor Augen und nicht den genauen Berufsweg. Oft ist nicht absehbar, welche Joboptionen das eigene Studium bietet. So findet man viele Kommunikationswissenschaftler oder Designstudenten etwa auch bei Games- Unternehmen. Entwickler werden nicht nur in klassischen IT-Unternehmen gesucht, sondern auch bei Agenturen und Start-ups. Wir decken dank unserer Mitglieder ein breites Spektrum ab, führen viele Angebote für Praktika und Einstiegspositionen auf und werden in naher Zukunft die Jobbörse noch differenzierter ausbauen.

 

 

 

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