Vom Büro an den Küchentisch: Home-Office auch an der EMBA

Nicht nur in der Lehre, sondern auch im ganz normalen Büro-Alltag fordert die Corona-Pandemie inzwischen ihren Tribut: Viele Unternehmen folgen nicht nur den behördlichen Auflagen, sondern auch dem Rat der Gesundheitsexperten und schicken ihre Mitarbeiter ins Home-Office.Das gilt auch für die EMBA. Immerhin: Der Gesundheitsschutz genießt für uns höchste Priorität. Und selbstverständlich nicht nur für unsere Studierenden, sondern auch für unsere Lehrenden und  Mitarbeiter*innen. 

Seit Mitte März sind alle EMBA-Standorte nun geschlossen. Aber die Arbeit muss natürlich weitergehen: In der Betreuung der Lehre und unserer Studierenden und bei der Erledigung der gleichen administrativen Aufgaben. Und: Home-Office ist auch eine Chance, neue Arbeitsformen mit digitalen Kommunikationsformen und Abläufen auszuprobieren und zu entdecken. Also auch eine spannende Herausforderung.  Auch unsere Mitarbeiterin Stefanie Leu aus dem Akademiemanagement an der EMBA in Düsseldorf arbeitet wegen des Coronavirus jetzt seit gut fast  Monaten von zu Hause. Was sind ihre Erfahrungen? Was vermisst sie und was läuft auch besser? In einem Interview haben wir sie gefragt, wie ihr „neuer“ Alltag im Home-Office aussieht:

 

Wie sorgst Du im Home-Office für eine Struktur im Arbeitsalltag?

Wenn ich mich morgens an den Rechner setze, stelle ich alle To-dos des Tages zusammen, so kann ich meine Aufgaben gut priorisieren und recht gut abarbeiten. Nichtsdestotrotz fallen natürlich auch neue Aufgaben an, die nicht immer planbar sind, z.B. technischer Support für Studierende und Dozierende für unser Tool, welches die digitale Lehre ermöglicht.


Haben sich Deine täglichen Aufgaben geändert?

Viele Aufgaben sind gleich geblieben, aber verlangen eine andere Herangehensweise oder eine höhere Aufmerksamkeit, z.B. der technische Support bei den Studierenden und Dozierenden,ab.


Wie funktioniert die Betreuung der Studierenden?

Die Betreuung über Mail und Telefon hat bisher gut geklappt. Per Mail bin ich zu den gewohnten Geschäftszeiten immer erreichbar. Auf diesem Weg kann man mich auch gerne um einen Rückruf bitten, denn manche Themen lassen sich doch besser über das Telefon regeln. Manchmal kann ich bedauerlicherweise nicht zu allen Fragen eine befriedigende Antwort liefern, insbesondere wenn es um Themen geht, „die nicht in unseren Händen liegen“. Das sind z.B. Entscheidungen der Politik bzw. der Regierung oder Entscheidungen der Hochschule wie z.B. „Ab wann kann der Campus wieder öffnen? Ab wann können wieder Prüfungen stattfinden?“

 

Vermisst Du die geschäftlichen Alltagskontakte, die man unter Kollegen und mit den Studierenden im Büro hatte oder ist das gar kein Thema?

Der persönliche Austausch mit Kollegen, Dozierenden und Studierenden ist eine wesentliche Aufgabe im Akademiemanagement. Sie ist mir sehr wichtig und daher vermisse ich diesen Aspekt derzeit sehr. Der Austausch über Mail, dem virtuellen Klassenraum und Telefon funktioniert dennoch sehr gut.


Wie sieht es auf Deinem Schreibtisch aus? Arbeitest Du noch mit Zetteln oder machst du alles digital?

Aktuell arbeite ich mit zwei PCs – auf dem einen habe ich Zugang zum internen Server und somit Zugriff auf wichtige Dokumente, außerdem benutze ich diesen für Mails und andere Aufgaben. Der zweite Laptop dient mir dazu, zwischendurch die digitalen Klassenräume im Blick zu behalten und zu schauen, ob alles gut läuft. Die meisten Aufgaben erledige ich digital. Meine To-dos und Notizen halte ich allerdings immer auf Zetteln fest, denn wenn eine Aufgabe erledigt ist, wird sie direkt durchgestrichen. Das fühlt sich gut an und motiviert.  


Wie schaffst Du es vom Arbeitsmodus in den Feierabendmodus zu wechseln? Fängt das bei Dir direkt mit dem Schritt aus dem Büro an oder rufst Du Dir bewusst in den Kopf, dass Du geschafft hast, was Du schaffen wolltest?

Der Übergang von Arbeitsmodus in den Feierabendmodus fällt mir tatsächlich etwas schwerer, denn ich kann den „Schalter schwerer umlegen“. Wenn ich am Campus arbeite, kann ich nach dem Arbeitstag besser abschalten, was vermutlich damit zu tun hat, dass man mit Verlassen des Büros auch anstehende Aufgaben „dort vor Ort lässt“. Zuhause fällt mir das deutlich schwerer. 

 

Wie sieht Deine Freizeitgestaltung aus? Was machst Du nach der Arbeit, um den Kopf frei zu bekommen?

Auch wenn wir uns aktuell nicht physisch treffen können, ist mit der Kontakt mit meinen Freunden sehr wichtig. Deswegen treffen wir uns häufig bei Skype oder auf ähnlichen Plattformen. Ansonsten hilft mir ein kurzer Spaziergang nach dem Feierabend. Mit Bewegung und Musik kann ich besser abschalten, als wenn ich nach dem Feierabend zu Hause in der Wohnung bleibe.


Was sollte man beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden vermeiden?

Man sollte verstärkt darauf achten, regelmäßig zwischendurch aufzustehen und ein paar Schritte herumzulaufen, insbesondere wenn man keinen professionellen Schreibtischstuhl hat. Mir ist aufgefallen, dass ich das vermehrt bei Telefonaten mit Dozierenden und Studierenden mache. Das Arbeiten vom Sofa aus funktioniert bei mir gar nicht. Ich kann auf einen Schreibtisch nicht verzichten. 

 

Hast Du einen regelmäßigen Austausch mit Deinen Kollegen und Vorgesetzten?

Ja, die interne Kommunikation erfolgt regelmäßig. Wir treffen uns häufiger zu Meetings (per Videokonferenz) und nutzen zudem einen webbasierten Instant-Messaging-Dienst. So koordinieren wir Aufgaben, die ein gemeinsames Arbeiten voraussetzen. Insbesondere die häufigen Meetings tragen definitiv auch sehr zu einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl bei. 

 

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